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Erstaunlich laut ist es an diesem Mittwochmorgen in der Ilsenburger Stadtbibliothek. Wo man sonst bedächtige Stille und schweigsame Konzentration erwartet, erklingt ein erstauntes: „Hast du das gesehen?“. In dem Buch, das auf einem der Tische liegt, ist die Schwärze des Weltalls zu sehen. Daneben Sterne, Planeten, eine Rakete. Im nächsten Moment bewegt sich das interstellare Gefährt durch die ewigen Weiten des leeren Raumes und verlässt auf seiner ewigen Reise die bedruckten Seiten des Buches.

Was vor einiger Zeit noch Fantasie war, kann seit kurzem in der Stadtbibliothek hautnah erlebt und ausprobiert werden. Augmented Reality heißt das Schlagwort, durch das sich Lektüre mit interaktivem Erleben verbindet. Benötigt werden ein Kinderbuch, eine dazugehörige App und ein Tablet-PC, mit dem die Buchseiten gescannt werden. Schon erwachen die Zeichnungen zum Leben und lassen hilfreiche Informationen auf dem Bildschirm erscheinen.

Die Idee zur Anschaffung der Tablets-PC‘s entstand bereits im letzten Jahr, wie Kathleen Odenbach erzählt, die seit letztem August in der Stadtbibliothek arbeitet. Nachdem Sie eine Tagung zur Digitalisierung von Bibliotheken besuchte, war Sie besonders von der innovativen Verwendung von Tablets beeindruckt. Was als Wunschdenken begann, konnte in diesem Jahr schließlich durch Unterstützung des Ehrenamtfonds der Harzenergie sowie der Volksbank realisiert werden. Einen großen Dank richtete die Leiterin der Bibliothek Angelika Jana außerdem an den Förderverein der Bibliothek, der die Sponsoren angefragt und den Antrag an den Ehrenamtsfond gestellt hat.

Was zunächst nach Spielerei klingt, soll dazu dienen, die Bibliothek einen weiteren Schritt ins mediale Zeitalter zu bringen und Kinder spielerisch ans Lesen heranzuführen. Dabei geht es nicht darum, Bücher zu ersetzen, wie Jana versichert. Vielmehr wäre es wichtig, das Interesse der Heranwachsenden an der Bibliothek auch langfristig zu sichern und sie für weite Angebote empfänglich zu machen.

Wie gut die Tablets tatsächlich ankommen, zeigte sich bei der offiziellen Vorstellung der Geräte, als neben Vertretern der Harzenergie und des Fördervereins der Stadtbibliothek auch der Schulleiter der Prinzess-Ilse-Grundschule Frank Martin und einige Viertklässler anwesend waren. Als Moderatorin leitete Angelika Jana ein Quiz zu Fragen rund um die Bibliothek, bei dem die Antworten per Touchscreen-Eingabe getätigt werden konnten. Besonders die jungen Teilnehmer überzeugten durch Fachwissen und (Jugend-)Literaturkenntnisse.

In Zukunft sollen die Geräte bei Veranstaltungen in der Bibliothek zum Einsatz kommen, und so beweisen, dass Bücherwurm und Technikfreak nicht zwangsläufig Antagonisten sind. Deswegen freute sich Angelika Jana umso mehr, dass insgesamt 20 Tablets, also ein Klassensatz, zur Verfügung stehen. Ein Gerät soll außerdem verwendet werden, um Benutzern der Bibliothek die Onleihe, also das digitale Ausleihen von Büchern, das seit 2012 möglich ist, zu demonstrieren.

Frank Uhlenhaut, Koordinator des Ehrenamtfonds der Harzenergie, betonte, wie wichtig es sei, junge Menschen zum Lesen zu motivieren. Aus diesem Grund sei er froh, dass sich die Ilsenburger Bibliothek zukunftsorientiert präsentiere und konstant versuche, neue Techniken zu etablieren.

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