Sehenswürdigkeiten in Ilsenburg (Harz)
Kloster Drübeck
Ende des 10. Jahrhunderts wurde, wahrscheinlich anstelle einer bis dahin vorhandenen Holzkirche, die Klosterkirche als romanische Basilika errichtet. Dieses Bauwerk ist heute Bestandteil der „Straße der Romanik“ und ist nur eine der Sehenswürdigkeit der Gemeinde. Im Klosterkomplex ist heute ein überregional bedeutsames evangelisches Zentrum mit Tagungsstätte und Bibliothek beheimatet. Darüber hinaus wurden in das Zentrum ein Pädagogisch-Theologisches Institut, ein Pastoralkolleg und das Haus der Stille integriert.
Kloster Ilsenburg
Das Kloster und die Klosterkirche St. Peter und Paul (Erbauung in den Jahren 1078-1087) in Ilsenburg zeichnet nicht nur der in Teilen erhaltene, seltene Gipsestrichfußboden mit Bodenzeichnungen aus dem 12. Jahrhundert aus, sondern auch der großzügige Schlosspark.
Kunstgussmuseum
Das im Zentrum der Stadt gelegene Kunstgussmuseum versteht sich mit seiner Ausstellung zum Eisenkunstguss als Ort moderner Museumspräsentation. In dem neu restaurierten Spezialmuseum wird die historische Entwicklung der Hüttenindustrie von Ilsenburg, vor allem aber der Kunstgießerei gezeigt. Mit einer neuen interaktiven Ausstellung erleben die Besucher die beeindruckenden Fertigkeiten unserer Vorfahren in einem neuen Rahmen.
Das Kunstgussmuseum Ilsenburg befindet sich im ehemaligen Herrenhof des gräflichen Vorwerks, der späteren Domäne. Hier befand sich in Ilsenburg der traditionelle Wohnsitz des Erbgrafen zu Stolberg bzw. der gräflichen Verwandten (Witwen und ledige Töchter). Bereits um 1840 wurde das Gebäude um die beeindruckende Eisenkunstgusstreppe im Gebäudeinneren und den im Innenhof befindlichen gusseisernen Balkon erweitert. Der Architekt des Ensembles war Johann Heinrich Heinzmann.
Klosterwanderweg
Der Klosterwanderweg führt mit einer Gesamtlänge von 32 km entlang an den Grenzen des nördlichen Harzrandes. Er verbindet viele Kulturelle Zeugnisse alter Kulturen zwischen den Orten Drübeck, Ilsenburg, Wöltingerode und Grauhof.
www.harzer-klosterwanderweg.de
Fürst-Stolberg-Hütte Ilsenburg - Eisenmuseum / Deutsches Eisenofenmuseum
Der Grundstein für die heutige Fürst Stolberg Hütte wurde 1530 von Graf Botho zu Stolberg gelegt. Mit der Herstellung von
Eisenkunstguss und von gusseisernen Öfen, besonders mit kunstvoll gearbeiteten Öfen- und Kaminplatten, eroberte sich die Fürst Stolberg Hütte sehr bald ein großes Absatzgebiet und erlangte Weltruf. Künstler, wie A. Dürer, K.-F. Schinkel, A. Mucha, Albin Müller und viele andere schufen für die Hütte Modelle oder ihre Arbeiten wurden als Vorlagen für originalgetreue Eisenkunstgussmodelle verwandt.
Heute befindet sich in der großen Werkshalle das Eisenmuseum mit einer Modellausstellung und außerdem das Deutsche Eisenofenmuseum mit einer Sammlung von knapp 300 historischen Kunstgussöfen.
Eisenpfad
Von der Vergangenheit bis in die Gegenwart führt der Ilsenburger Eisenpfad. Bereits im frühen Mittelalter war Ilsenburg (Harz) ein Ort der Eisenerzeugung und -verarbeitung. Das ist es auch bis heute noch, werden hier in ansässigen Betrieben doch Grobblech erzeugt sowie Radsätze für Bahnen, Nockenwellen und Lenkstangenrohre für die Automobilindustrie. "Vom Erz zum Metall" führt der Lehrpfad durch Ilsenburgs Geschichte.
Das Ilsetal ist ein wildromantisches Gebirgstal südwestlich von Ilsenburg. Die Ilse entspringt unweit des Brockengipfels in fast 1000 Meter Höhe und fließt durch eine bizarre Felslandschaft gen Norden.
Der Weg entlang des kleinen Gebirgsflusses zählt zu den landschaftlich schönsten und abwechslungsreichsten Wanderwegen des Harzes. Er trägt den Namen des bekannten Dichters Heinrich Heine, welcher einst entlang der Ilse von Ilsenburg aus zum Brocken wanderte. Eine besondere Attraktion im Ilsetal sind die kaskadenartigen Ilsefälle. Außerdem überragen zahlreiche hohe Felsklippen wie die Paternosterklippe und der Ilsestein das Tal.