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Möglichkeiten der Flurstücksbildung mit Liegenschaftsvermessung:

Zerlegung von Flurstücken
Bei der Vermessung werden die Geometrie und die Größe des neuen Flurstückes vor Ort erfasst sowie die Grenzpunkte in der Regel mit Grenzmarken gekennzeichnet (beispielsweise durch Grenzsteine). Mit Abschluss der Vermessungsarbeiten wird in einem Grenztermin über das Ergebnis der Vermessung eine Niederschrift aufgenommen. Jedes neue Flurstück wird anschließend unter einer eigenen Flurstücksnummer in die Nachweise des Liegenschaftskatasters eingetragen.

Sonderung (Liegenschaftsvermessung mit vorgezogener Flurstücksbildung)
Bei der Liegenschaftsvermessung mit vorgezogener Flurstücksbildung (Sonderung) werden die neuen Flurstücke durch eine vorgezogene Flurstücksbildung auf der Grundlage des Liegenschaftskatasters festgelegt und durch Grenzfeststellung spätestens nach einem Jahr in der Örtlichkeit übertragen.

Verschmelzung
Aus Gründen der Übersichtlichkeit können zwei oder mehrere nebeneinander liegende Flurstücke des selben Eigentümers zusammengelegt werden (Verschmelzung), sofern die dazwischen liegenden Grenzen entbehrlich sind. Die Verschmelzung von Flurstücken ist kostenfrei.

Flurstücksbestimmung ohne Liegenschaftsvermessung:

Hierbei werden die neuen Flurstücke auf der Grundlage der Ergebnisse früherer amtlicher Vermessungen verbindlich festgelegt. Die neuen Grenzen werden von der Vermessungsstelle berechnet. Die Übertragung der Flurstücksgrenzen in die Örtlichkeit durch Vermessung und Abmarkung ist später jederzeit möglich.

Liegenschaftskatasterliche Vermessung von langgstreckten Anlagen

Langstreckte Anlagen können Rad- und Gehwege, Straßen, Deiche, Wasserläufe usw. sein. Die Vergabe der Aufträge für die liegenschaftskatasterliche Vermessung von langgestreckten Anlagen erfolgt meist durch Bund, Länder, Städte, Gemeinden und Verbände.